Konferenzen

Samstag, 9. April 2011


ABA Kongress 2011 in New York

Der diesjährige Audio Branding Kongress wird den Heimathafen in Hamburg verlassen. Nachdem das internationale Treffen der Sound Branding Branche in den vergangenen Jahren im Gründungsort der ABA stattfand, geht er dieses Jahr jenseits des Atlantiks vor Anker.

Gastgeber ist die New Yorker Sound Agentur Expansion Team, die 2010 mit der Case Studie des Corporate Sound von CNN International für Aufmerksamkeit sorgte. Stattfinden wird der Kongress in der Columbia University in New York City.

Thematisch wird es sich ganz um die mobile Kommunikation und Sound Branding für mobile Endgeräte wie Smartphones und Touchpads drehen. Auch ein Audio Branding Award wird zum ersten Mal ausgelobt: Die Teilnehmer selbst sollen auf der Veranstaltung die beste Case Study wählen.

Man darf gespannt also auf vieles gespannt sein, auch wenn die Anreise für die europäische Sound Community diesmal etwas länger ausfällt.
Offen für multisensuelle Kommunikation scheint man im Staat New York jedenfalls zu sein, sucht man dort doch bereits nach einem Corporate Scent für den Bundesstaat ...

Samstag, 14. November 2009


Inspiration, Connection, Conclusion and a little Confusion

Der ABA Kongress war ein voller Erfolg. Nach sechs Workshops, reichlich Networking und einer regen Paneldiskussion und einem musikalisch und kulinarisch genussreichen Abschluss kann man dieses Fazit bereits ziehen.

Das erste Mal kamen die (europäischen) Experten der Audio/Acoustic/Sonic/Sound Branding Branche zusammen, um sich auszutauschen und die neusten Entwicklungen der noch jungen Branche zu diskutieren. Neben vielen Übereinstimmungen auf der konzeptionellen und strategischen Ebene trafen dabei natürlich auch die verschiedenen Begrifflichkeiten aufeinander, die sich in den verschiedenen Ländern und Unternehmen entwickelt haben. Doch insgesamt war es beeindruckend zu sehen, welche Kompetenz und Professionalität die Nische mittlerweile akkumuliert hat.

Dieser Kongress lässt hoffen, auf eine spannende Zukunft der Branche und ein spannendes Event, das zum jährlichen Branchentreff avancieren könnte.

Freitag, 17. März 2006


BBC Feature ueber Audio Branding

radioEin informatives Feature über Audio Branding wurde im Rahmen der Veranstaltung "Sounds Subliminal: Branding the future with audio" in London produziert und Anfang des Monats auf BBC Radio 4 gesendet. Auf den BBC-Archiven ist der Link dazu leider nicht mehr zu finden, aber hier ist (danke David Jennings) der direkte Link zu dem RealAudio-File.

Worum geht es in dem Radiobeitrag? In erster Linie um einen Einblick in die gegenwärtigen Möglichkeiten des Sonic Branding - "the latest weapon in the marketing armory" - oder des gezielten Einsatzes von Klang und Musik in der Werbung, um die Stimmung der Konsumenten zu beeinflussen und auf diese Weise Kaufanreize in einer weiteren sinnlichen Dimension zu schaffen.

Als erster Einsatz von Audio Branding lässt sich nach dem Beitrag eine Jeanswerbung aus dem Jahr 1985 sehen, in der Marvin Gayes Song "I Heard It Through The Grapevine" die tragende Rolle spielt. Aber die wichtigste Entwicklung im neueren Audio Branding ist, dass es nicht mehr nur um einen punktuell eingesetzten Jingle oder Song geht, sondern um eine integrierte Soundstrategie, in der klangliche Elemente an ganz unterschiedlichen Orten - vom Fernsehen über das Mobiltelefon bis zum Geschäft (POS) - eingesetzt werden. Diese Art der Vermarktung nimmt dabei so stark zu, dass man fast sagen könnte, jedes Unternehmen ist zugleich auch ein Medienunternehmen.

Besonders interessant an dem Beitrag sind die Interviews mit Audiobrandern, vor allem aus Großbritannien. So erzählt Dan Jackson, Autor des Standardwerkes über Sonic Branding über den von seiner Agentur Sonicbrand produzierten easyjet-Sound.

Martyn Ware, früher The Human League, heute Sonic ID, befasst sich mit den künstlerischen Herausforderungen des Audio Branding und Alasdair Scott von Filter Worldwide berichtet über die Bedeutung der Mobiltelefone für das Audio Branding. Filter waren die Urheber der Bluecasting-Kampagne, die in der Ausschnitte aus dem neuen Coldplay-Album "X&Y" und weitere multimediale Inhalte über Bluetooth an Handys und PDAs geschickt wurde. Dieser Ansatz geht schon stark in die Richtung des Brandtertainment, denn hier geht es um die Verbreitung von Unterhaltungsinhalten (Musik, Screensaver, Spiele ...), die von Unternehmen gesponsort wird.

Auf die wichtige Rolle der "Sprachlosigkeit" des Sonic Branding weist Adam Price von der walisischen Partei Plaid Cymru hin. Die Partei hat sich mittlerweile ebenfalls eine klangliche Identität zugelegt, wovon sie sich in einem zweisprachigen Gebiet wie Wales große Vorteile verspricht.

>> "That's Brandtertainment"
>> "Jenseits des Übersetzungsparadigmas im Audio Branding

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Donnerstag, 9. März 2006


Bericht vom Sound Design Forum 2004

sounddesignintro04Einen ausführlichen Bericht von Eoin Brazil über das 2nd International Sound Design Forum in Paris 2004 findet man auf dieser Webseite. Einleitend wird ein theoretischer Rahmen zur Definition und Abgrenzung von Sound Objekten vorgestellt.

Die dazugehörige Abbildung sieht dann so aus:
whatisasoundobject

Die folgenden kurz zusammengefassten Beiträge beziehen sich dann auf die praktische Anwendung etwa im Produktdesign (Thomas Hempel, Siemens) und der sensorischen Markenführung (Thierry Lageat, EUROSYN). Anschließend werden Beispiele für Audio Branding vorgestellt und Softwarelösungen zur Analyse und Gestaltung des Innenraumsounds von Autos. Das vorletzte Großthema befasst sich dann mit Soundscapes (vergleiche auch diesen Beitrag) und den Möglichkeiten der elektroakustischen Raumgestaltung. Abschließend wird dann noch auf die Rolle von Sound in den Massenmedien eingegangen.

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Montag, 6. März 2006


All That Sounds Symposium

musicPflichttermin für Audiobrander und Sounddesigner? Am 27. März von 10 bis 18 Uhr findet im freiraum/quartier21 des Museumsquartiers Wien das interdisziplinäre Symposium "AllThatSounds - die tonspur im medialen kontext" statt. Diskutiert werden neue Entwicklungstendenzen und Erkenntnisse in Bezug auf Produktion, Gestaltung, Theorie, Technik, Funktion und Wirkung von Klängen im medialen Kontext.

Was aber bedeutet diese für medientheoretisch geschulte Ohren merkwürdige Formulierung "Tonspur im medialen Kontext"? Ist nicht Klang - als Jingle, Filmscore oder als Soundscape - selbst schon ein Medium? Wozu dann noch ein medialer Kontext?

Liest man die Ankündigung weiter, so erfährt man den Grund für diese Formulierung: es geht um die Rolle, die Sprache, Geräusche oder Musik in einer "visuell dominierten Medienwelt" spielen können. Fragen, die die eingeladenen Experten aus den Arbeitsfeldern Filmkomposition, Sounddesign, Hörspiel, Fernsehen, Regie und Kunstradio beantworten sollen, lauten unter anderem:
  • Welche Rolle spielen Sprache, Geräusche oder Musik, in einer visuell dominierten Medienwelt?
  • Welche Aufgaben und Funktionen werden der Tonspur in Medienprodukten zugeschrieben?
  • Wie kann die Fülle an digital verfügbaren Sounds der Überblick gewahrt bleiben?
  • Und wie wird Sound überhaupt kategorisiert?
Zu hören sind unter anderem Vorträge von Hannes Raffaseder ("Nicht aufHÖREN, zuHÖREN! – AllThatSounds: Die Tonspur in den Medien"), Barbara Fränzen ("Musik im Film - wozu?"), Bernhard Bamberger ("Sounddesign für Film – Kunst zwischen Konventionalität und Kreativität"), Hansjörg Kohli ("Musikgestaltung in fiktionalen TV-Programmen"), Enjott Schneider ("Musik als narratives Element") und Bady Minck (Im Anfang war der Ton). Besonders spannend klingt der angekündigte Vortrag des Sounddesign-Experten Friedrich Blutner zum Thema "Klang ist Leben. Produkt-Sounddesign und die Wirkungsmuster von Schall" sowie von Elisabeth Zimmermann (kunstradio.at, Podcast hier) über die neuen Möglichkeiten von Radiokunst, die auf der 5.1 Surroundtechnik basiert.

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Donnerstag, 2. März 2006


Corporate? Designforum Freiburg 2006

"Sound" ist nur ein Teil des Begriffs "Corporate Sound". Mit dem anderen Bestandteil, "Corporate", befasst sich das Designforum 2006, das am 25. und 26. März in Freiburg stattfindet. Dabei haben die Veranstalter gut daran getan, den Begriff mit einem Fragezeichen zu versehen, denn auf diese Weise kann der alltägliche und zumeist nicht weiter hinterfragte Gebrauch des Begriffs aufgebrochen werden. Denn: Wie häufig in der alltäglichen Arbeit wird der Designerin, Werberin und Produktentwicklerin tatsächlich bewusst, dass es dabei um die Entwicklung einer "gemeinsamen" oder "geschlossenen" Identität geht, denn so lässt sich der Begriff auch übersetzen. Für die meisten Kreativen sind Konzepte wie "Corporate Sound", "Corporate Design", "Corporate Identity" oder "Corporate Communications" mittlerweile gang und gäbe geworden, dass es spannend sein kann, eine andere Beobachterebene zu beziehen und sich einmal ernsthaft die Frage zu stellen, ob "diese Assoziationen tatsächlich real oder eher unerfüllbare Wunschvorstellungen" sind (Ariane K. Braun, Quelle: DOCMA).

Zu den Referenten, die auf dem Forum vortragen werden, gehören unter anderem Marc Sasserath (Publicis Sasserath), Robert Paulmann (crossbrand), Nadja Parpart (Virtual Identity), Rido Busse (busse design), Andreas Uebele (büro uebele), Stefan Nowak (nowakteufelknyrim), Helmut M. Schmitt-Siegel (Design für Communication), Jan Teunen (Teunen Konzepte), Rayan Abdullah (Markenbau), Andreas Weber (metadesign). Bei einer Anmeldung bis zum 6. März kostet die Karte für beide Tage noch 40,00 Euro, an der Tageskasse dann 50,00 Euro. Für Studenten und Mitglieder des Designforums gibt es Ermäßigungen.

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