Trends

Freitag, 28. April 2006


Klingelton - Ringbackton - Textton. Notizen zu einer Evolution

Quelle: NYPL Digital GalleryNach den Klingeltönen kommen die Texttöne. Zumindest, wenn man Digital Music News Glauben schenken will. Worum geht's dabei? Nun am Anfang war das Klingeln. Festnetztelefone klingeln, also müssen Mobiltelefone auch klingeln. Und genauso, wie man bei Festnetztelefonen mit der Zeit zwischen verschiedenen Tönen wählen konnte, waren auch in Handies mehrere Töne oder Melodien abgespeichert, aus denen man auswählen durfte.

In einem zweiten Schritt wurde es dann technisch möglich, eigene Klingeltöne auf das Telefon (oder auf den Computer für die IP-Telefonie) zu kaufen und herunterzuladen, selber zu erstellen oder per USB, Bluetooth etc. zu transferieren - dies ist der Geburt einer neuen Industrie gewesen und hat uns neue virtuelle Superstars à la Crazy Frog, Sweety und Co. beschert. Im Übrigen sind es nicht nur Jugendliche, die für Handytöne ihr Taschengeld (und darüber hinaus) ausgeben, sondern auch Senioren sind hier eine wichtige Zielgruppe. Mit den wachsenden Speichergrößen sind es auch nicht mehr nur kurze Klingeltöne, sondern immer häufiger landen ganze Songs auf dem Flashspeicher der Handies (laut Handelsblatt findet die Hälfte des digitalen Musikvertriebs auf mobilen Plattformen statt - ein Geschäft mit einem Volumen von über einer halben Mrd. US$).

Doch damit nicht genug. Nach dem Klingelton kam der Ringbackton, der dann das Freizeichen ersetzt. Schließlich dann der erwähnte Textton, also die etwa viersekündige akustische Kennzeichnung für den Eingang für Textnachrichten (SMS oder MMS) je nach Absender der Nachricht. Universal und Warner stehen schon bereit, um diesen Markt zu erobern, immerhin wurden 2003 in Europa jeden Monat 16 Mrd. SMS verschickt.

Auf der anderen Seite gibt es den Trend, dass viele Nutzer ihr Handy mit nostalgischen Klingelgeräuschen versehen. Der passende Textton wäre dann wohl ein Briefkastenklappern, oder?

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Mittwoch, 15. März 2006


Vielstimmige Werbung

choirJosefine Koehn, Autorin des TrendBlog, sieht in der Verwendung von Chorgesängen in Werbeclips einen neuen Trend. Als Auslöser des Trends gilt dieser Honda-Clip, der sich blitzschnell im Internet ausgebreitet hat:



Ein weiteres Beispiel ist der ebenfalls japanische Spot des japanischen Sportartikelherstellers Onitsuka Tiger, der auf die Mundpropagandafähigkeit des Karaoke-Effekts setzt.



Für Josefine zeigen diese Beispiele eine innovative Verbindung von High- und Low-Tech: "In the future we might see more advertising ideas which either rely on the quality of purity or bring high tech together with the power of man-made, lo-fi effects. A concept, which is really sense-relieving in these times of human overstimulation".

Man könnte auch noch einen Schritt weitergehen und darin einen Versuch finden, auf der Authentizitätskurve von Seth Godin etwas nach links zu rutschen und der Marke durch den Rückgriff auf einfache oder sogar natürliche Medien wie die bloße menschliche Stimme "a whiff of authenticity" zu verleihen.

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